Drei Projekte bewilligt

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Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) hat die Bewilligung von drei Forschungsvorhaben des LFT bekanntgegeben: „Versagensanalyse unter ebener Dehnung (plane strain)“, „Seriennahe Auslegung modifizierter Werkzeugoberflächen für das schmierstoffreduzierte Tiefziehen“ und „Metamodellbasierte Berücksichtigung der Prozesskette beim mechanischen Fügen von Blechbauteilen“.

Ziel in dem Projekt „Versagensanalyse unter ebener Dehnung (plane strain)“ ist eine Verbesserung der Kennwertermittlung unter ebener Dehnung für eine verbesserte Versagensvorhersage, um eine Verlagerung der Prozessgrenzen zu höheren Umformgraden und höheren erreichbaren Ziehtiefen zu erzielen. Die konventionelle Charakterisierung der Grenzformänderung soll dahingehend verbessert werden, dass das Versagen unter ebener Dehnung besser vorhergesagt werden kann, um so die Qualität der Eingangsparameter für die Bauteilauslegung zu erhöhen.

Im Projekt „Seriennahe Auslegung modifizierter Werkzeugoberflächen für das schmierstoffreduzierte Tiefziehen“ wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Konstruktionslehre und CAD der Universität Bayreuth der Schmierstoffeinsatz bei der Blechumformung durch Beschichten der Werkzeuge mit amorphen Kohlenstoffschichten reduziert. Dies steigert die Nachhaltigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Blechumformung. Der Fokus am LFT liegt auf der Erforschung des tribologischen Einsatzverhalten neuartiger amorpher Kohlenstoffschichten unter variierenden Lastniveaus. Um Erkenntnisse bezüglich des Einsatzverhaltens der Schichten unter anwendungsnahe Einsatzbedingungen zu gewinnen, werden Standmengenversuchen vom Band durchgeführt und eine hohe Anzahl an Bauteilen abgepresst.

Im Rahmen des Projekts „Metamodellbasierte Berücksichtigung der Prozesskette beim mechanischen Fügen von Blechbauteilen“ erfolgt die durchgängige Modellierung einer Prozesskette zur Herstellung von Blechbauteilen mithilfe von Metamodellen mit dem Ziel, Abweichungen zu identifizieren und Bauteileigenschaften zu prognostizieren. Die Metamodelle werden auf Grundlage einer breiten numerischen Datenbasis sowie durch den Einsatz des automatisierten maschinellen Lernens (AutoML) gebildet. Die analytische Beschreibung prozesskettenübergreifender Zusammenhänge stellt die Grundlage für die Regelung mechanischer Fügeprozesse dar.

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